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Unterensinger pirschen sich heran, am 29.01.2018

 

 

Handball-Württembergliga Süd: Der SKV feiert einen 29:26-Auswärtssieg beim TV Gerhausen und rückt weiter nach vorne

 

Zunächst liefen die „Spitzmäuse“ 30 Minuten lang einem Rückstand hinterher. Nach dem Seitenwechsel änderte sich dann das Bild. Jetzt war es der SKV, der vorlegte und den Gegner in den letzten 20 Minuten auf Abstand hielt. Die Unterensinger nutzten mit dem 29:26-Sieg die Ausrutscher der lokalen Konkurrenz und festigten damit ihren Platz in der Spitzengruppe.

 

Der SKV Unterensingen musste beim Auswärtsspiel in der Dieter-Baumann-Sporthalle in Blaubeuren gleich auf drei erfahrene Kräfte verzichten: Ingo Krämer und Simon Hablizel fehlten krankheitsbedingt, Matthias Briem war privat verhindert. Und auch Trainer Steffen Rost war beruflich bedingt nicht dabei. Gerade das Fehlen der Routiniers war womöglich auch ursächlich dafür, „dass wir zu nervös in die Partie gestartet sind“, meinte Marion Radonic, die Steffen Rost als Chef auf der Bank vertrat. Unterstützt wurde sie von Ingo Krämer, der zwar nicht aktiv ins Geschehen eingreifen konnte, aber seinerseits als Co-Trainer agierte, eine Rolle, die er in der kommenden Saison bei seinem künftigen Verein dann auch einnehmen wird.

 

Die von Radonic angesprochene Nervosität sorgte mit dafür, dass Gerhausens Rückraum die erste Halbzeit dominierte. Die offensiv ausgerichtete SKV-Defensive bekam Daniel Bux und Peter Schnepf nicht in den Griff. Entweder waren sie selbst als Torschützen erfolgreich oder sie setzten Kreisläufer Patrick Müller gut in Szene.

 

Gut aus Unterensinger Sicht, dass auch SKV-Kreisläufer Max Schlau einen Sahnetag erwischt hatte, seine Chancen konsequent nutzte oder durch siebenmeterreife Fouls gebremst wurde, wobei Florian Brändle absolut sicher von der Strafwurflinie war. So gelang immer wieder der Ausgleich. Als der TV Gerhausen dann beim 13:11 mit zwei Toren vorlegte, stellte Oliver Hihn mit einem Doppelschlag durch zwei schöne Einzelleistungen das 13:13 her, und das nochmalige 14:13 egalisierte Jannik Buck kurz vor der Sirene zum 14:14-Halbzeitstand.

 

Nach dem Seitenwechsel traf Tobias Klenner zur ersten Unterensinger Führung, aber Gerhausen schlug noch mal zurück, lag seinerseits beim 16:15, 17:16 und 18:17 noch dreimal vorne. Zwei Paraden von Marc Vogel nutzten seine Mitspieler zur Wende: Klenner, Schlau mit seinem fünften Tor im fünften Versuch, und Buck brachten die Gäste beim 18:20 erstmals mit zwei Toren Differenz in Führung, beim 21:24 nach 42 Minuten waren es drei Tore.

 

Der Zwischenstand von 24:26 brannte sich dann fast auf der Anzeigetafel ein: ab der 47. Minute gelang beiden Mannschaften acht Minuten lang kein Treffer. Immer wieder hatte Gerhausen die Chance, den Anschluss zu erzielen und umgekehrt Unterensingen die Gelegenheit, sich abzusetzen. Aber ein Fehlwurf oder ein technischer Fehler auf der einen Seite wurde konsequent auf der anderen Seite wiederholt. Erst Moritz Bürker war es, der in der 55. Minute den Bann brach und das 27. Unterensinger Tor erzielte. Es war die Vorentscheidung. Schlau mit seinem siebten Tor sowie der ins Tor eingewechselte Edis Camovic mit einem Treffer ins verlassene Gerhausener Gehäuse setzten noch eins drauf. Die letzten Tore von Bux und Schnepf konnten am nächsten SKV-Auswärtssieg nichts mehr ändern.

 

Eine Leistungssteigerung in der Abwehr in der zweiten Halbzeit war für Ingo Krämer ausschlaggebend für den Erfolg. „Wir haben Gerhausen damit zu schwierigen Würfen gezwungen“, meinte er. Diese bessere Abwehrleistung sprach auch seine Chefin Marion Radonic an: „Die Umstellung von der 3:2:1-Deckung auf die 5:1-Abwehr hat sich positiv ausgewirkt.“ Und noch ein Lob hatte sie parat: „Nachdem Matthias Briem nicht dabei war, und nachdem Florian Brändle und Konstantin Glöckler schon in der ersten Halbzeit jeweils zwei Zeitstrafen kassiert hatten, waren wir zu häufigen Umstellungen gezwungen – das haben die Jungs sehr gut gelöst.“

 

TV Gerhausen – SKV Unterensingen 26:29

 

TV Gerhausen: Kornmüller, R. Leyrer; J. Brinz (4), P. Mayer (1/1), Maier (8), Bux (5), Hagmann (2), Schnepf (5), H. Brinz (1), Sauter, M. Leyrer, U. Mayer, Sigg, Dußler.

 

SKV Unterensingen: Vogel, Camovic (1); Schlichter (1), Klenner (3), Hihn (2), Schlau (7), Brändle (8/6), Glöckler, Bürker (3), Rapp, Benz, Buck (4), Mäntele.

 

Schiedsrichter: Liss (SG H2Ku Herrenberg)/Szomolay (SpVgg Aidlingen).

Zuschauer: 200.

Zeitstrafen: Hagmann, P. Mayer, Maier/Brändle (2), Glöckler (2).

Siebenmeter: 2/1 (P. Mayer einmal an den Pfosten) – 7/6 (Brändle einmal an die Latte).