WILLKOMMEN BEI DER HANDBALLFAMILIE SKV UNTERENSINGEN

Die Anfänge

1930 entschlossen sich einige junge Turner, Handballsport zu betreiben. Das berichtet die Chronikder Handballabteilung. Im Aufgebot der G ründermannschaft finden sich Namen von Spielern, die den Älteren im Verein sicher noch wohlbekannt sind, da sie teilweise über Jahrzehnte hinweg eng mit dem SKV verbunden waren: 1. Reihe (Stürmer): Gustav Schöll, Karl Körber, Karl Kraushaar, Albert Heim, Emil Schmohl. 2. Reihe (Läufer): Gotthilf Kraushaar, Karl Heim, Ernst Dettinger, August Schreiber. 3. Reihe (Verteidiger): Theodor Fehleisen, Eugen Rein. Tor: Gottlieb Braungart (August Schreiber). Treibende Kraft der Gründerjahre war August Schreiber, später dann - bis ins hohe Alter - als ehrenamtlicher Wirt unseres Vereinsheims dem SKV stets eine verlässliche Stütze. Die Anfänge der jungen Abteilung waren nicht einfach: Man musste sich gegenüber der skeptischen Einstellung der Turnveteranen behaupten. Natürlich benötigte man auch Sportgeräte und vor allem einen Sportplatz. Die Gemeinde Unterensingen kam der Abteilung entgegen und stellte eine Wiese zur Verfügung. Allerdings machte sie eine Auflage: Auf der Wiese standen Obstbäume, die Früchte wurden im Herbst versteigert. Zu dieser Zeit war Most noch ein allgemein wichtiges Getränk. Zwar konnte der Verein der Gemeinde einige Bäume abkaufen, die restlichen aber mussten stehen bleiben und sie standen mitten im Spielfeld. In den folgenden Jahren gingen diese restlichen Bäume allerdings aus unerklärlichen Gründen ein. Nachdem man die Technik und die Spielregeln (es gab noch Abseits, Doppelfang und Körperspiel) einigermaßen beherrschte, wollte man sich natürlich mit anderen Mannschaften der Umgegend messen. Die Wege zu den Auswärtsspielen wurden mit dem Fahrrad zurückgelegt. Weiter entfernte Ziele waren daher gute Gelegenheiten für vergnügliche Tagesausflüge. Die ersten Gegner waren Grötzingen und Wolfschlugen. Beide Spiele wurden gewonnen. Einige Jahre später besaß der Verein bereits drei Mannschaften. Auch in den folgenden Jahren entwickelte sich die junge Abteilung prächtig. Maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg hatte Spielleiter Hermann Schönhaar, der sich über 25 Jahre sehr für den Handballsport einsetzte.

Unbenannt

Das früheste Bild der Handballmannschaft der Freien Sportvereinigung Unterensingen, aufgenommen 1931 in Mundelsheim. Unterensinger Zebras (stehend von rechts): Gustav Schöll, Karl Reutter, Ernst Dettinger, August Schreiber, Karl Kraushaar, Torwart Gottlieb Braungart, Emil Schmohl, Gotthilf Kraushaar. Zebras (sitzend von rechts): Theo Fehleisen, Karl Heim, unbekannt. Dazwischen die Spieler der Heimmannschaft.

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Die 1. Mannschaft mit neuen Trikots (dunklere Hosen), Rückspiel gegen Mundelsheim in Unterensingen 1932.

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Die 2. Mannschaft 1932, (dritter von links) Hermann Schönhaar, Leiter der Handballabteilung von 1933 bis 1959.

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Die erste Jugendmannschaft aus der Gründerzeit mit ihrem Betreuer August Schreiber.

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Die Handballmannschaft des TSV Unterensingen 1938, (zweiter von rechts) Karl Kraushaar, der spätere Gründungsvorstand des SKV 1947.

Die ersten Erfolge Während des Zweiten Weltkriegs trat verständlicherweise eine Pause im Vereinsleben ein. Ab 1945 lebten die Vereinsaktivitäten wieder auf. Mit dem Aufstieg von der Kreisklasse in die Bezirksklasse 1951 erreichte der SKV den ersten größeren Erfolg. Der Abstieg folgte allerdings prompt ein Jahr später. Dies schreckte Hermann Schönhaar jedoch nicht ab, sondern bewegte ihn zu dem damals noch sehr ungewöhnlichen Schritt, einen auswärtigen T rainer, Hans Starz aus Plochingen, zu verpflichten. Die folgende Leistungssteigerung gab Hermann Schönhaar Recht. Auch eine Hallenrunde wurde damals bereits ausgespielt. Da es damals noch kaum Sporthallen gab, wurden die Spiele auf dem Killesberg ausgetragen. 1955 nahm dort auch die SKV-A-Jugend als Kreismeister an den Spielen um die württembergische Meisterschaft teil. Es war jedoch die Glanzzeit des Feldhandballs in Deutschland, auch der SKV konnte Respektables aufweisen: 1955 begann diese Erfolgsgeschichte. Mit einer beachtenswerten Siegesserie schaffte der Verein den Wiederaufstieg in die Bezirksklasse und sorgte auch dort für Furore. Als Tabellenzweiter erreichte der SKV hinter Neuhausen/Erms die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Landesliga. Mit 10:2 Punkten setzte er sich gegen Möglingen, Holzheim und Liebersbronn durch und gelangte damit in die Landesliga. 1957 bis 1963 konnte der SKV sich in dieser hohen Spielklasse halten und belegte am Saisonende immer einen vorderen Mittelfeldplatz. Die Heimspiele waren in Unterensingen stets ein Ereignis. Die Mannschaft der "Blau-Weißen" wurde von zahlreichen Zuschauern lautstark unterstützt. Auch die folgenden sechs Jahre zählen zu diesen erfolgreichsten Jahren des SKV-Feldhandballs. Mit dem Abstieg aus der Bezirksliga 1969 ging diese Ära der Handballabteilung, der Feldhandball, zu Ende. 6

Die Aufstiegsmannschaft in die Bezirksklasse 1951, (von links): Handballeiter Hermann Schönhaar, Harry Schickfluß, Otto Pfeiffer, Walter Stephan, Adolf Riempp, Walter Schönhaar, Richard Stark, Siegmund Schaible, Walter Riempp. Kniend (von links): Herbert Hoß, Otto Maier, Wilhelm Melchinger, Robert Burkhardt und Manfred Stumpp (Vorsitzender des SKV von 1950 bis 1967).

 
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Traditionell beteiligten sich die Handballer beim Festzug des Kinderfests, Aufnahme von 1951.

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So fuhr man in den ersten Nachkriegsjahren zu den Auswärtsspielen. Jeweils am Steuer des LKW befand sich Werner Utter, der spätere Chefpilot der Lufthansa und Kapitän der Maschine des Bundespräsidenten.

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Die Kreismeistermannschaft von 1954, (ganz rechts) Trainer Hans Starz

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Traditionsmannschaft des SKV beim Kinderfest 1951. Hinten (von links): Hermann Stark, Karl Reutter, Karl Höfer, Gottlieb Gähr, Gustav Kemmner, Karl Stumpp, Hermann Dettinger, Theodor Fehleisen und Karl Heim. Vorne (von links): Hermann Schönhaar, August Schreiber und Karl Burkhardt (Kassier des Gründungsvorstands 1945).

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Bereits zu Anfang der Fünfzigerjahre ging die Fahrt zu den Auswärtsspielen bequemer vonstatten.

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Die 2. Mannschaft 1954.

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Die Jugendmannschaft wurde 1954 Kreismeister, (rechts) Trainer Gerhard Schäfer

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Die Aufstiegsmannschaft in die Bezirksklasse 1955.

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Turniersieger 1955 in Reichenbach zu Beginn der Kleinfeldturniere nach Hallenart

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Die 2. Mannschaft 1955.

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Aufstieg in die Landesliga 1956 (von links): Hermann Schönhaar (Spielleiter), Herbert Schreiber, Norbert Neubauer, Erich Speidel, Walter Schönhaar, Walter Stephan, Robert Dettinger, Gerhard Schäfer, Werner Knauer, Oskar Bader, Richard Stumpp, Karl Melchinger, Harry Schickfluß, Gerhard Speidel und Manfred Stumpp (Vorsitzender des SKV).

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Der Aufstieg wurde gebührend gefeiert. Die Mannschaft holt die von Gustav Schöll gestiftete Geiß ab, auf dem Zweirad Wilhelm Schwarz.

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Im Kühlen Brunnen.

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Die Mannschaft auf dem Einachsanhänger.

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Die Feldhandballmannschaft 1961, (rechts) Trainer Julius Böheim.

Der Wechsel vom Sportplatz in die Sporthalle

Gegen Ende der 60er Jahre wechselte das Interesse vom Feldhandball zum schnelleren und attraktiveren Hallenhandball. Diese Entwicklung vollzog sich auch beim SKV. Besonders den Jugendmannschaften kam diese Wende entgegen, da die jüngeren Spieler sich mit den wesentlich kürzeren Abmessungen und Wurfdistanzen natürlich viel besser zurechtfanden.. Zu Beginn des Hallenhandballs war das größte Problem der Mangel an geeigneten Sporthallen. Die Situation im Handballkreis Teck änderte sich allerdings schnell. Beim SKV dauerte die Umstellung vom Feld zur Halle aufgrund der fehlenden Trainingsmöglichkeiten allerdings einige Jahre. Erst 1972 gehörte der SKV zu den besten Mannschaften im Handballkreis.

1974 übernahm Gernot Schäfer zusätzlich zur A-Jugend das Training der ersten Mannschaft. Zu diesem Zeitpunkt waren Lothar Burkhardt Jugendleiter und Roland Eisele Abteilungsleiter. Der Bau der Unterensinger Sporthalle 1976 war Initialzündung für sportliche Erfolge des SKV, die in diesem Maße niemand vorausgesehen hatte. Unter Trainer Gernot Schäfer, der nun die Früchte seiner frühen Jugendarbeit erntete, gelang nach der Kreismeisterschaft 1976 der Aufstieg in die Hallenhandball-Bezirksliga. Zum Aufstiegsspiel beim TSV Dettingen/Albuch begleiteten die Mannschaft 200 begeisterte Zuschauer, die das 11:11 Unentschieden frenetisch feierten. Das Rückspiel, das der SKV in der überfüllten Halle mit 23:14 gewann, besiegelte nach nur einer Saison den Heimnimbus des SKV in "seiner" neuen Sporthalle.

Dieser Heimnimbus des SKV war auch wesentlich durch die Pokalspiele 1976 geprägt. Da nach damaligem Modus der niederklassige Verein Heimrecht besaß, spielte der SKV stets zu Hause, warf einige höherklassige Mannschaften, wie z.B. die TG Hofen, aus dem Pokalwettbewerb und erreichte sensationell das Pokalendspiel um die württembergische Meisterschaft. Im Endspiel unterlag der SKV allerdings in Deizisau gegen den TV Plochingen. Darüber hinaus überstand der SKV ebenso mehrere Runden im Süddeutschen Pokalwettbewerb und scheiterte erst am übermächtigen TSV Augsburg - in eigener total überfüllter Halle.

Die Saison 1976/77 darf getrost nach 1956/57 als zweite herausragende Saison in der SKVHandballgeschichte angesehen werden. Auch die erste Saison 1977/78 in der Bezirksliga beendete der SKV sehr erfolgreich. Fast wäre sogar der Durchmarsch in die Landesliga gelungen. Das Spitzenspiel zu Hause gegen den Meister TSV Scharnhausen sahen um die 500 Zuschauer. Der SKV belegte in seiner ersten Bezirksligasaison hinter Scharnhausen den zweiten Tabellenplatz. 1978 trat Gernot Schäfer als Trainer zurück. Rolf Schäfer übernahm zunächst für ein Jahr das Traineramt, 1980 gefolgt von Dieter Hasenmaile. Der SKV spielte auch in diesen Folgejahren meist um den Aufstieg zur Landesliga mit, belegte aber am Ende immer "nur" zweite und dritte Tabellenplätze.

1979 gewann der SKV den Kreispokal gegen den Landesligisten VfL Kirchheim. Fast wäre es zu einem SKV-internen Endspiel gekommen, da die zweite Mannschaft des Vereins erst im Halbfinale gegen Kirchheim knapp mit 13:14 gescheitert war.

Die Erfolge in der Halle übertrugen sich natürlich auch auf den Feldhandball, der zu diesem Zeitpunkt allerdings nur noch einen minderen Stellenwert einnahm. Im Jahr 1978 gelang, wie schon 20 Jahre zuvor, der Aufstieg in die Feldhandball-Landesliga. Die SKV-Handballer blieben auch in den Folgejahren ihrer Feldhandballtradition treu. 1980 kam man unter die letzten vier in Württemberg. 1981 wurde dann zum letzten Mal die Feldrunde im Handballverband Württemberg durchgeführt. Sicher mit etwas Wehmut sahen einige ehemaligen Spieler dem Viertelfinalspiel um die württembergische Meisterschaft vor beeindruckender heimischer Kulisse zu. Mit 17:11 wurde der hochklassige und hochfavorisierte SKV Oberstenfeld nach Hause geschickt. Das letzte "große" Feldhandballspiel sahen die Unterensinger Zuschauer dann im Halbfinale gegen den TSV Dettingen/Albuch. Dieses Mal gewannen allerdings die Gäste von der Ostalb mit 15:12 Toren.

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Beim internationalen Kleinfeldturnier (nach Hallenart) der TSG Balingen 1965 belegte die Mannschaft des SKV den 2. Platz.

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Aufstiegsmannschaft zur 2. Hallendivision 1968/69, (links) Handballeiter Gerhard Speidel, (rechts) Handballeiter Gerhard Schäfer.

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Verleihung der bronzenen Ehrennadel des Handballverbandes Württemberg e. V. durch dessen Kreisvorsitzenden Julius Böheim (dritter von links) 1970.

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Aufstiegsmannschaft zur 1. Hallendivision 1971/72, (stehend links) Gerhard Schäfer, Vorsitzender des SKV, (stehend dritter von links) Spielertrainer Walter Hettig.

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Kreispokalsieger 1979, (links) Abteilungsleiter Roland Eisele, (rechts) Trainer Dieter Hasenmaile.

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Kreismeistermannschaft der Hallenrunde 1976/77 und Aufstiegsmannschaft zur Bezirksliga, (links) Abteilungsleiter Roland Eisele, (rechts) Trainer Gernot Schäfer.

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Mannschaft des Jahres 1979 wurde die 2. Mannschaft, (rechts) Betreuer Heinz Stephan.

Die Achtziger - der Umbruch

Im 50-jährigen Jubiläumsjahr der Abteilung, 1980, das natürlich gebührend gefeiert wurde, hegte der SKV noch Aufstiegsambitionen in die Landesliga. Es war allerdings klar, dass sich nun in der ersten Mannschaft ein Umbruch vollzog. Als vor der Saison 1981/82 Trainer Hasenmaile kurzfristig zurücktrat, sprang nochmals Gernot Schäfer ein, unterstützt von Klaus Höfer. Die Früchte hingen bereits recht hoch, der Abstieg konnte jedoch vermieden werden. In der Folgesaison, für die Eigengewächs Alfred Klenner als Trainer verpflichtet wurde, war dann der Abstieg in die Kreisklasse 1 nicht mehr zu vermeiden. Auch in den kommenden Jahren setzten sich die "mageren sieben Jahre" fort und endeten 1986 mit dem absoluten Tiefpunkt, dem Abstieg in die Kreisliga 2.

Im Sommer 1986 begann die "Ära Michaelis". Der neue Trainer fand eine sehr junge Mannschaft vor, in der Talent steckte. Aus diesem Potential eine gut eingespielte Mannschaft zu formen, stellte eine reizvolle Aufgabe für den "Handballehrer" Lutz Michaelis dar. Ein gutes Omen war die Einführung der Verbandsliga zwischen Landesliga und Oberliga, die sich auch auf die Benennung der unteren Ligen auswirkte. Der SKV spielte von nun an wieder in der Kreisliga 1. Ein deutlicher Aufwärtstrend war bereits in der Hallenrunde 1986/87 zu erkennen, in der die Mannschaft den dritten Tabellenplatz belegte. Auch die zweite Mannschaft profitierte und stieg in die Kreisklasse 3 auf.

1987/88 hatten beide aktiven Mannschaften einen Traumstart. Die erste Mannschaft stieg am Ende in die Bezirksliga auf, während die zweite Mannschaft nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses den Aufstieg verpasste. Als Neuling in der Bezirksliga sorgte der SKV für einige Überraschungen, war aber aufgrund der mangelnden Leistungskonstanz am Ende nicht ganz vorne zu finden.

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Feldhandballmannschaft 1983, (links) Trainer Alfred Klenner.

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Feldhandballmannschaft 1986/87 (von links): Abteilungsleiter Rolf Herzog, Trainer Lutz Michaelis, (ganz rechts) Dieter Speidel, SKV-Vorstandsmitglied 1984 - 1986.

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Aufstiegsmannschaft zur Bezirksliga Kreis Teck 1987/88, (links) Trainer Lutz Michaelis.

Die Neunzigerjahre

1990 traten nach fünfzehnjähriger Tätigkeit Abteilungsleiter Rolf Herzog und Stellvertreter Lothar Burkhardt zurück. Dieter Speidel und Klaus Basler waren bereit, diese Aufgabe zu übernehmen. Neue Ideen im aktiven Bereich brachte der neu gewonnene Trainer Matthias Funk aus Neuhausen ein. Zwar zeigte die erste Mannschaft während der Saison teilweise sehr gute Spiele, war aber auch in den folgenden Jahren nicht konstant genug, um - wie angestrebt - vorne mitspielen zu können.

Als 1992 Dieter Speidel, der seit 1991 die Abteilung zusammen mit Stellvertreter Klaus Höfer führte, erneut Lutz Michaelis für ein Jahr engagierte, musste man mit weniger Spielern zurechtkommen. In der Bezirksliga war jedoch der SKV weiterhin für Überraschungen gut, belegte am Ende aber nie vordere Plätze.

1993 erklärte sich nach dem Rücktritt von Dieter Speidel "Oldie" Gerhard Schäfer spontan bereit, die Leitung der Abteilung zu übernehmen. Nach dem Weggang weiterer Spieler war die Spielerdecke im aktiven Bereich nun jedoch sehr dünn. Als Glücksfall für den SKV erwies es sich daher, dass der TSV Wendlingen damals seine Handballabteilung aufgab und dadurch einige Spieler zum SKV wechselten. Sportlich gesehen durchlebte der SKV jedoch eine Durststrecke. In der Saison 1993/94 übernahmen Klaus Höfer und Jürgen Walter das Training. Der Abstieg in die Kreisliga 1 war allerdings nicht zu vermeiden.

Im folgenden Jahr ging der Trainer Martin Keppeler mit Engagement und Elan das gesteckte Ziel, den Wiederaufstieg in die Bezirksliga, an. Trotz einiger guter Ergebnisse bereits in der Vorbereitungsphase, war schnell klar, dass der erneute Aufstieg nicht so einfach zu erreichen war.

Dies musste auch ein Jahr später Slatko Hrnjic erfahren, der in der Vorrunde der Saison 1995/96 einen Leistungsschub initiierte. In der zweiten Hälfte verpuffte dieser leider wieder.

Ab Ende 1996 erhielt Lutz Michaelis erneut die Aufgabe, die aktive Mannschaft längerfristig aufzubauen und zu formen. Einige junge Spieler gilt es zu integrieren und deren Talente zu fördern. Erster Erfolg war 1997 die Teilnahme am Endspiel um den Kreispokal, das allerdings gegen die höherklassige TG Nürtingen verloren wurde. Auch in der Abteilungsführung gab es 1996 Veränderungen. Die Abteilungsleitung übernahm ein Gremium aus Norbert Frommherz, Klaus Höfer und Rainer Eisele.

Die sportlichen Aktivitäten waren von der Komplettrenovierung der Bettwiesenhalle 1996/1997 stark beeinflusst. Das Training der zahlreichen Mannschaften wurde teilweise ins Freie und in die Sporthalle in Oberboihingen verlagert, Phantasie und Flexibilität war gefordert. Trotz dieser Umstände belegte unsere erste Herrenmannschaft 1997/98 den 3. Tabellenplatz in der Kreisliga 1.

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Jubiläumsfoto zum 60-jährigen Bestehen der Handballabteilung 1990.

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Die 1. Mannschaft 1997/98, (links) Trainer Lutz Michaelis, (rechts) Betreuer Otto Schönhaar.

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Die Seniorenmannschaft 1997/98, (stehend von rechts) die Abteilungsleiter Klaus Höfer, Norbert Frommherz und Rainer Eisele.

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100 Jahre SKV Unterensingen, die Handballabteilung im Jubiläumsjahr 1997.

Die letzten Jahre bis heute

In der Saison 1999/2000 war es dann so weit. Nach mehreren teilweise knapp verfehlten Anläufen hatte der SKV bei den Herren die Meisterschaft in der Kreisliga 1 erreicht. Dies war der Lohn für die vergangenen 4 Jahre, in denen Trainer Lutz Michaelis aus vielen jungen und einigen erfahrenen Spielern eine sehr leistungsfähige Mannschaft geformt hatte. Als glücklicher Umstand kam noch hinzu, dass der Handballverband Baden Württemberg eine Restrukturierung der Handballbezirke vornahm und hierbei zwischen der Kreisliga und der Bezirksliga die Bezirksklasse zusätzlich einführte. Als Meister der Kreisliga 1 übersprang der SKV diese neue Klasse und gelangte direkt in die Bezirksliga als höchster Spielklasse im neuen vergrößerten Bezirk.

Ebenfalls mit etwas Unterstützung der Bezirksreform hatte die zweite Mannschaft einen unglaublichen Durchmarsch von der Kreisliga 4 (1998) in die Kreisliga 1 (2001) geschafft.

Als Lohn und logische Konsequenz für die jahrelange Arbeit mit weiblichen Jugendmannschaften konnte der SKV für die Saison 1999/2000 zum ersten Mal mit einer aktiven Damenmannschaft antreten. Zugute kam dem SKV, dass zeitgleich der Nachbar TSV Zizishausen seine Damenmannschaft mangels Spielerinnen zurückgezogen hatte. So konnten wir gleich mit einem Kader von 20 Spielerinnen in die erste Saison starten. Sportliche Erfahrungen sammeln waren die primären Ziele der ersten beiden Jahre. Erster Trainer der Damen war Klaus Basler, gefolgt von Marc Burkhardt, sowie dem heutigen Trainer Karl-Heinz Deuschle. Heute ist die aktive Damenmannschaft aus der Handballabteilung nicht mehr wegzudenken.

2001 ergab sich an der Abteilungsspitze eine organisatorische Veränderung: Klaus Höfer übernahm nun alleine die Verantwortung als Abteilungsleiter. Herrentrainer Lutz Michaelis gab nach vielen Jahren das Zepter in der Saison 2001/2002 weiter an Markus Beichter aus Plochingen. Vordere Platzierungen in der Bezirksliga waren in den Jahren nach dem Aufstieg die Regel, der "große Wurf" sollte aber erst später gelingen. Auch unsere zweite Mannschaft belegte in ihrem ersten Jahr in der Kreisliga 1 einen fast sensationellen 5. Tabellenplatz. Bei der Damenmannschaft stellten sich ebenfalls sportliche Erfolge ein, aber ein Aufstieg wollte einfach nicht gelingen. In der Saison 2001/2002 fehlten gerade mal 2 Pünktchen.

Während der Saison 2002/2003 verließ Herrentrainer Markus Beichter überraschend den SKV. Sein Amt übernahm übergangsweise Ralf Wagner als Spielertrainer. Am Ende der Saison war man als Tabellenzweiter zu Aufstiegsspielen in die Landesliga berechtigt. Beide Spiele wurden zwar verloren, aber es war eindeutig klar, wo die Mannschaft eigentlich "hingehörte".

2003/2004 übernahm Martin Keppeler und Co-Trainer Ulrich Knauer die 1. Herrenmannschaft. In dieser Saison schaffte die 1. Mannschaft den lang ersehnten Aufstieg in die Landesliga. Die Mannschaft, welche aus einer Mischung aus Jung und Alt bestand, setze sich in einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Zweiten Mannschaft des TSV Wolfschlugen kurz vor Saisonende an die Spitze der Bezirksliga. Danke der vielen mitgereisten Fans schaffte man beim letzten Saisonspiel den wohlverdienten Aufstieg, der ausgiebig gefeiert wurde. Die 2. Männermannschaft beendete ihre Saison in der Kreisliga 2 auf Platz 10 und stieg somit in die Kreisliga 2 ab. Um im nächsten Jahr wieder anzugreifen.

Die Saison 2004/2005 beendete die 1. Mannschaft auf dem 8. Tabellenplatz. In derselben Saison schaffte die Frauenmannschaft unter der Leitung von Karl-Heinz Deuschle den Aufstieg aus der Kreisliga 1 in die Bezirksklassen. Die 2. Männermannschaft beendete die Saison auf einem hervorragenden 3. Platz. In dieser Zeit übernahm auch Marc Burkhardt das Amt des Abteilungsleiters.

In der Saison 2005/2006 stieg die 1. Mannschaft aufgrund des direkten verloren Vergleichs aus der Landesliga ab. Die Frauenmannschaft und die 2. Männermannschaft belegten den 8. Platz in ihrer Klasse.

In der Saison 2007/2008 übernahm Rolf Gaber das Amt des Trainers der 1. Männermannschaft von Martin Keppeler. Mit ihm stieg die 1. Mannschaft als Bezirksliga-Meister in die Landesliga auf. Das Team gewann zuhause alle Heimspiel der Saison. Auch die 2. Mannschaft holt die Meisterschaft in der Kreisliga C und spielt in der Saison 2008/2009 in Kreisliga B. Neuer Frauentrainer wurde Norbert Frommherz, der nach der Saison sein Amt als Trainer beendete. Für die Saison 2008/2009 übernahm Steffen Müller das Amt des Frauentrainers.

In der Saison 2008/2009 erkämpfte die 1. Männermannschaft den Klassenerhalt in der Landesliga und die Damen um Trainer Steffen Müller hielten ebenfalls Ihre Klasse. In der 2. Männermannschaft übernahm Steffen Schöll das Zepter als Trainer und erkämpfte sich den Aufstieg in die Kreisliga A. Die neuformierte 3. Männermannschaft wurde von Marc Burkhardt trainiert.

In der Saison 2009/2010 übernahm Benjamin Brack das Traineramt der 1. Männermannschaft und spielte in der Landesliga und belegte am Ende den 8. Tabellenplatz. Bei unserer neuformierten Damenmannschaft übernahm Veit Wager für Steffen Müller als Trainer und stieg souverän in die Bezirksliga auf. Einen weiteren Aufstieg konnte unsere 2. Mannschaft verbuchen Sie stieg zum 3-mal in Folge auf und war in zwischen in der Bezirksklasse angekommen. Unsere 3. Männermannschaft schaffte ebenfalls den Aufstieg in die Kreisliga B.

In der Saison 2010/2011 belegte unsere 1. Männermannschaft den 4 Tabellenplatz in der Landesliga und gewann am Saisonende den Bezirkspokal. Unsere Damen verpassten den Aufstieg in die Landesliga nur knapp und belegten am Ende den 3. Platz in der Bezirksliga. Unsere zweite Männermannschaft um Trainer Steffen Schöll belegte als Aufsteiger einen tollen 4. Platz in der Bezirksklasse. Die 3. Männermannschaft schaffte den Klassenerhalt in der Kreisliga B.

In der Saison 2011/2012 wiederholte die 1. Männermannschaft ihr Vorjahresergebnis und schloss mit dem 4. Tabellenplatz ab. Bei den Damen übernahm Engelbert Eisenbeil das Traineramt aber auch dieses Mal verfehlten die Damen den Aufstieg knapp. Die 2 Männermannschaft schaffte das fast unmögliche und stieg in die Bezirksliga auf. Unsere 3 Männermannschaft konnte erneut den Klassenerhalt schaffen und spielt ein weiteres Jahr in der Kreisliga B.

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Meistermannschaft der Kreisliga 1 in der Saison 1999/2000.

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1. Frauenmannschaft 2000, (links) Trainer Marc Burkhardt

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Seniorenmannschaft 2002.

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Die 1. Mannschaft 2004/2005, (links) Trainer Martin Keppeler

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Die 2. Mannschaft 2004/2005, (links) Trainer Alfred Klenner

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Männermannschaft in der Saison 2007/2008

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Aufstiegsmannschaft Männer 2 in die Kreisliga B in der Saison 2007/2008

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Aufstiegsmannschaft in die Landesliga in der Saison 2007/2008

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Männermannschaft in der Saison. 2009/2010 Landesliga

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2.Männermannschaft in der Saison 2009 / 2010 Kreisliga A

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3. Männermannschaft in der Saison 2009/2010 Kreisliga B

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Damenmannschaft in der Saison 2009/2010 Bezirksklasse

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Männermannschaft in der Saison 2010/2011 Landesliga

3

Bezirkspokalsieger 2010 Männer 1

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Simon Hablizel mit dem Pokal

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2. Männermannschaft in der Saison 2010/2011 Bezirksklasse

6

Damenmannschaft in der Saison 2010/2011 Bezirksliga

8

3. Männermannschaft in der Saison 2010/2011 Kreisliga B

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Männermannschaft in der Saison 2011/2012 Landesliga

10

Damenmannschaft in der Saison 2011/2012 Bezirksliga

12

2. Männermannschaft in der Saison 2011/2012 Bezirksklasse

16

3. Männetmannschaft in der Saison 2011/2012 Kreisliga B