Nach hartem Kampf trennt sich der SKV Unterensingen bei seiner Heimspielpremiere mit einem 32:32 Unentschieden gegen die Stuttgarter Kickers. Nachdem man während
der Partie die guten Tormöglichkeiten zu fahrlässig aus lies, ist die Punkteteilung gegen die routinierte Mannschaft der Gäste letztendlich leistungsgerecht.
Unterensingen begann vor einer stattlichen Kulisse hoch motiviert und ging schnell mit 2:0 in Führung. Die Gäste-Mannschaft um Trainer Uwe Prinzing ließ sich
jedoch nicht beeindrucken und glich mit 2 Treffern zum 2:2 aus. Unterensingen legte nochmals 2 Treffer zur 4:2 Führung nach. Vor allem Kai Bohle zeigte sich in
der Anfangsphase als sehr treffsicher und erzielte die Tore von der halbrechten Position nahezu im Alleingang. Bis zum 10:8 konnte der SKV den 2-Torevorsprung
halten, verpasste es aber ein ums andere mal, die sich bietenden freien Chancen konsequent zu nutzen. Die Gästemannschaft, welche mit vielen routinierten
Spielern antrat erkannte die sich bietenden Möglichkeiten und glich dann auch erstmals nach langer Zeit zum 10:10 aus. Vor allem Almir Mekic zeigte auch mit
seinen 38 Jahren noch, dass er Erfahrung aus höheren Klassen mit sich bringt, er zeichnete sich als Spielgestalter und Torschütze ein ums andere Mal aus.
Gegen Ende der 1. Hälfte erspielte sich der SKV dann jedoch ein deutliches Übergewicht. Vor allem Tobias Gieß auf der halblinken Position bewies
Torjägerqualitäten und erzielte 3 Treffer in Folge zum 17:14. Ein kluger Pass von ihm auf den wieder stark aufspielenden Tobias Klenner brachte dann sogar
die 18:14 Führung, die Gäste konnten jedoch mit dem Pausenpfiff noch auf 18:15 verkürzen.
Im 2. Abschnitt zeigte sich ein ähnliches Bild wie schon zu Beginn der 1. Hälfte. Unterensingen erspielte sich zwar klare Chancen, jedoch haperte es an der
Chancenauswertung, was zum einen an den unpräzisen Würfen der SKV-Spieler lag, zum anderen zeigte aber auch der Gästekeeper eine starke Leistung. Die Kickers
verkürzten somit wieder auf 19:18. Unterensingen hielt jetzt für lange Zeit einen ein bis zwei Tore Vorsprung, jedoch konnte man sich trotz guter Möglichkeiten
nicht weiter absetzen. Die Gäste liesen sich auch nicht aus der Ruhe bringen. In der Schlussviertelstunde kam es dann dazu, dass sich die höherklassige Erfahrung
der Routiniers in den Gästereihen auszahlte. Unterensingen führte mit 26:24, konnte aber wieder die sich bietenden Chancen nicht verwerten und die Kickers
glichen erstmals nach langer Zeit zum 26:26 aus. Der SKV zeigte sich davon etwas geschockt und die Gäste nutzten dies für 2 weitere Treffer in der 50.Spielminute
zur erstmaligen 28:26 Führung. In der Halle wurde es nun deutlich ruhiger, die zahlreichen SKV-Fans waren ebenfalls völlig überrascht von dieser Spielwende.
Was den SKV aber auch schon in der Auswärtspartie in Lenningen auszeichnete, nämlich eine stimmige Moral und unbedingter Siegeswille, kam auch nun wieder zu
tragen. Mit einem Kraftakt glich man wieder zum 28:28 aus und beim 30:29 hatte man auch wieder die Nase vorne. Die Stuttgarter zeigten allerdings weiterhin
keine Nervosität und blieben auf Tuchfühlung, so stand es in der 58.Spielminute 32:31 für Unterensingen. Etwas unglücklich scheiterte der SKV im Angriff und die
Gäste glichen zum 32:32 aus. Eine Minute vor Schluss erkämpfte sich der Gast sogar nochmals den Ball, gab diesen aber leichtfertig wieder ab. Dem SKV bleiben
noch 30 Sekunden im Angriff für den Siegtreffer jedoch kam man gegen die kompakte Abwehr der Kickers nicht mehr in eine vernünftige Wurfposition, sodass man
sich am Ende beim 32:32 die Punkte teilte.
Es wäre sicherl noch mehr drin gewesen in dieser Partie für den SKV. Es war allerdings auch zu erwarten, dass wenn der SKV sich gegen diese erfahrenen
Gästespieler nicht rechzeitig absetzt es zum Ende der Partie sehr schwierig werden würde hier mit etwas Zählbarem den Platz zu verlassen.
Im Großen und Ganzen kann der SKV aber mit dem Saisonauftakt zufrieden sein. In den ersten beiden Spielen stand die Partie jeweils auf Messer schneide und man
hat eine Ausbeute von 3 Punkten geholt, damit lässt es sich gut leben. Die Einstellung der Truppe war wieder in Ordnung und an den gezeigten Unzulänglichkeiten
wird Trainer Benjamin Brack mit Sicherheit weiterhin mit viel Engagement arbeiten.
Oliver Hihn (Mitte) traf gegen die Kickers-Zweite dreimal.
Vorbericht:
Am kommenden Sonntag bestreiten die Landesligahandballer des SKV Unterensingen ihr erstes Heimspiel in dieser Saison gegen die Mannschaft der Stuttgarter
Kickers II.
Mit dem last-minute-Sieg vergangene Woche in der Auftaktpartie in Lenningen hat die neu formierte SKV-Mannschaft ihr erstes Erfolgserlebnis einfahren können
und man kann davon ausgehen, dass dieser Sieg das Selbstvertrauen der Truppe nochmals gestärkt hat.
Trainer Benjamin Brack möchte nun unbedingt einen Sieg nachlegen damit man von einem gelungenen Auftakt sprechen kann.
Der Aufsteiger aus Stuttgart musste in seiner Heimpartie vergangene Woche eine deutliche 25:38 Schlappe gegen den Mitaufstiegsfavoriten aus Zizishausen
hinnehmen, jedoch stellte sich das Ergebnis am Ende deutlicher dar als der Spielverlauf es zeigte.
Bis zur 40. Spielminute waren die Stuttgarter bis auf 3 Tore am Gegner dran, erst in der letzten Viertelstunde brachen sie noch deutlich ein, die Unterensinger
sollten als gewarnt sein.
Auf Seiten der Gastgeber geht man trotzdem mit Zuversicht an die Aufgabe heran. Trainer Brack hat voraussichtlich nahezu alle Spieler zur Auswahl und kann somit
aus dem Vollen schöpfen. Außerdem rechnet man mit einer voll besetzen Halle und den engagierten Zuschauern aus Unterensingen, welche bekanntlich die
Mannschaft auch in schwierigen Situationen immer wieder nach vorne treiben. Man sollte aus der letzten Partie vor allem den Einsatz und unbedingten
Siegeswillen mit in diese Partie nehmen, dann dürfte der SKV auch in diesem Spiel seine Heimstärke beweisen können.
Spielbeginn der Partie ist um 17 Uhr in der Unterensinger Bettwiesenhalle, das Vorspiel bestreitet um 15 Uhr die neu formierte Damenmannschaft um Trainer Veit
Wager, welche ihre Auftaktpartie vergangene Woche ebenfalls erfolgreich absolviert hat.